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Masern in Nord-, Mittel- und Südamerika 2026

55.792 Fälle · 77 Totebestätigt 2026 in 17 Ländern und Gebieten der Amerikas, Stand 3. Oktober 2026 (PAHO). Neuere Landeszahlen in der Tabelle.
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Neuer Ausbruch Lagebericht / Meldung Eliminationsstatus Ausbruch beendet
Einschleppung laut Behörden (Reiseangaben) gleiche Virus-Linie, Weg nicht belegt Ausgangs- oder Zielort (Landesmitte, wenn kein Ort genannt ist)

Eliminationsstatus

  • Kanada: verloren am 10. November 2025, nach mehr als zwölf Monaten durchgehender Übertragung. Damit verlor auch die Region Amerika den Status.
  • USA: offen. Die PAHO-Kommission prüft im November 2026.
  • Mexiko: offen. Prüfung ebenfalls im November 2026.
  • Bolivien, Peru: Überprüfungsbesuch der PAHO abgeschlossen, Ergebnis nicht veröffentlicht.
  • Alle übrigen Länder: Status laut PAHO erhalten.

Hängen die Ausbrüche zusammen?

  • Eine Virus-Linie dominiert. 97 % der 2026 typisierten Proben der Region sind Genotyp D8, davon 90 % die Variante „MVs/Ontario.CAN/47.24“, erstmals 2024 in Kanada nachgewiesen (PAHO, Mai 2026).
  • Vernetzte Gemeinschaften. Laut PAHO trat dieselbe Linie 2025 in acht Ländern auf, vor allem in mennonitischen Gemeinden in Kanada, den USA, Mexiko, Belize, Argentinien, Bolivien, Brasilien und Paraguay.
  • Genomstudie Texas. 368 Virus-Genome aus Texas: Die nordamerikanische Linie geht auf einen gemeinsamen Vorfahren um Juni 2024 zurück. South Carolina bildet einen eigenen Zweig. Herkunft und Richtung der Ausbreitung lassen sich laut Studie nicht bestimmen.
  • Getrennte Einschleppungen. Rund 3 % der Proben sind Genotyp B3, etwa in Panama. Einzelne Fälle kamen von außerhalb Amerikas, z. B. nach Argentinien von den Philippinen und nach Honduras aus Italien.
  • Bolivien als Ausgangspunkt. Der erste Fall 2025 kam aus Brasilien, ein weiterer steckte sich bei einem internationalen Glaubenstreffen in Santa Cruz an. Von Bolivien aus gelangten die Masern 2025 mit Reisenden nach Tocantins und Mato Grosso in Brasilien und nach Río Negro in Uruguay. Neben D8 wurde in Bolivien auch B3 gefunden; eine genaue Variante nennt die PAHO nicht.
  • Herkunft offen. Für Guatemala (Glaubenstreffen in Santiago Atitlán mit Gästen aus Mexiko, den USA und Mittelamerika), Puno in Peru und South Carolina nennen die Behörden keinen Ursprung.
  • Grenzen der Aussage. Die übliche Typisierung untersucht nur einen kurzen Genabschnitt. Gleiche Varianten zeigen Verwandtschaft, aber keine direkte Übertragungskette.

Hinweise und Quellen

Grau dargestellte Länder haben 2026 keine bestätigten Fälle gemeldet. Für Nicaragua liegen keine Daten vor, kleinere Karibikstaaten weist die PAHO nur zusammengefasst aus. Marker sitzen auf Städten bzw. Hauptorten, Entscheidungen der PAHO auf ihrem Sitz in Washington. Verbindungen erscheinen im Ablauf ab der Meldung, die sie belegt, bzw. ab dem Beginn des Ausbruchs, zu dem sie führen. Der nächste Lagebericht der PAHO ist für den 22. Oktober angekündigt. Aktualisiert am 10. Oktober 2026.